Enzyme in der organischen Katalyse

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Auch wenn Enzyme scheinbar hohe Anprüche an physiologische Bedingen haben, ist der Umgang mit Enzymen in der Organischen Synthese gar nicht so schwierig und bedarf nur einiger weniger Umgangsregeln:

  • Lagerung
    • Bewahren Sie Enzyme immer im Kühlschrank bei ca. 7 °C auf.
    • Müssen Enzyme über Jahre hinweg aufbewahrt werden, so empfielt sich die Lagerung Im Gefrierschrank bei -30 °C (nicht geeignet für Flüssigpräparationen, welche einfrieren würden)
    • Lagern Sie trockene Enzym-Präparationen unter Ausschluss von Feuchtigkeit (Vorsicht: Kondenswasser beim Öffnen gekühlter Enzyme)
  • Verwendung
    • Hohe Temperaturen resultieren zumeist gleichermaßen in höheren Reaktionsraten wie in zunehmender Denaturierung der Enzyme. Optimale Temperaturen sind Abhängig von Faktoren wie der Temperaturempfindlichkeit oder dem Preis der Enzyme und der Löslichkeit des Edukts etc.
    • Vermeiden Sie es in absoluten Lösungsmitteln zu arbeiten. Viele Enzyme (insbesondere Lipasen benötigen eine minimale Menge Wasser zur Erhaltung der Aktivität. Viele andere Enzyme (z.B. Glycosidasen) benötigen dagegen sehr große Mengen Wasser zur Aktivitätserhaltung.
    • Lipasen benötigen eine Phasengrenzfläche (hydrophil-lipophil) um aktiv zu sein. Esterasen kommen ohne Phasengrenzflächen aus.
  • Nach der Reaktion
    • Enzyme lassen sich gut von der Reaktionsmischung abtrennen indem man durch Celite filtriert
    • Nicht mehr verwendbare Enzyme gehören in den Gefahren-Abfall-Entsorgung
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